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Baltischer Bernstein 40 g aus Yantarny – Succinit

Baltischer Bernstein 40 g aus Yantarny – Succinit

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Produktbeschreibung

Baltischer Bernstein aus Yantarny – Succinit

Bernstein ist kein frisches Baumharz, sondern ein über viele Millionen Jahre entstandenes fossiles Harz. Dieser gelbe bis braune baltische Bernstein stammt aus Yantarny in der Region Kaliningrad an der Ostsee, einem der bedeutendsten Bernsteinvorkommen der Welt. Baltischer Bernstein wird auch als Succinit bezeichnet.

Seine Entstehung reicht bis ins Eozän zurück, als ausgedehnte Wälder im Gebiet des heutigen Ostseeraums grosse Mengen Harz hervorbrachten. Im Verlauf der geologischen Zeit wurde dieses Harz abgelagert und fossilisiert. Bernstein ist damit ein aussergewöhnlicher Räucherstoff: Was heute auf der Räucherschale erwärmt wird, entstand vor mehreren Dutzend Millionen Jahren.

Yantarny und der baltische Bernstein

Yantarny, das frühere ostpreussische Palmnicken, ist seit Langem eng mit der Gewinnung von Bernstein verbunden. In der Umgebung befinden sich aussergewöhnlich ergiebige Lagerstätten, aus denen baltischer Bernstein in grossem Umfang gewonnen wurde und bis heute gewonnen wird. Daneben hat auch das Sammeln von Bernstein, der insbesondere nach Stürmen an die Küsten der Ostsee gespült wird, eine lange Tradition.

Über Jahrhunderte war Bernstein nicht nur Schmuck- und Handelsgut, sondern auch ein aromatischer Rohstoff. Bereits in der Antike wurde er verbrannt, und sein lateinischer Name succinum verweist auf diese lange Geschichte des fossilen Harzes.

Duftprofil beim Räuchern

Bernstein besitzt beim Erhitzen einen sehr eigenständigen Duft, der sich deutlich von Weihrauch, Benzoe oder anderen pflanzlichen Räucherharzen unterscheidet. Das Aroma ist erdig, harzig und leicht kiefernartig, mit grünen und würzigen Nuancen. Bei stärkerer Erhitzung kann eine deutlich herbe, rauchige und leicht an verbrannten Gummi erinnernde Note entstehen.

Wer den süsslich-balsamischen Duft von Benzoe oder den frischeren Charakter vieler Weihrauchsorten erwartet, erlebt mit Bernstein daher einen völlig anderen Räucherstoff. Gerade dieser ungewöhnliche, archaisch wirkende Duft macht seinen besonderen Charakter aus.

Traditionelle Verwendung beim Räuchern

Bernstein wird seit sehr langer Zeit als Räucherstoff verwendet. In verschiedenen europäischen Räuchertraditionen wird seinem Rauch eine reinigende und schützende Bedeutung zugeschrieben. Überliefert sind auch Verwendungen bei Räucherungen, die Liebe, Sammlung, Meditation oder spirituelle Reinigung begleiten sollen. Diese Zuordnungen gehören zur traditionellen Räucherkultur und sind nicht als wissenschaftlich nachgewiesene Wirkungen zu verstehen.

Wie wird Bernstein geräuchert?

Bernstein kann auf Räucherkohle erhitzt werden, benötigt aufgrund seines intensiven Charakters jedoch nur eine kleine Menge. Beim direkten Kontakt mit sehr heisser Kohle schmilzt und verbrennt das fossile Harz und kann einen kräftigen, teilweise scharf-rauchigen Geruch entwickeln.

Für eine feinere Duftentwicklung empfiehlt sich daher eine langsame und kontrollierte Erwärmung auf einem geeigneten Räuchersieb, einer Metallplatte oder einem temperaturregulierbaren Räuchergefäss. So lassen sich die harzigen, erdigen und würzigen Facetten besser wahrnehmen, bevor stärkere Brandnoten entstehen.

Nicht mit Ambra verwechseln

Baltischer Bernstein wird im Deutschen gelegentlich mit Ambra verwechselt. Es handelt sich jedoch um vollkommen unterschiedliche Materialien. Bernstein ist fossiles Baumharz, während Ambra beziehungsweise Ambergris ein Stoff tierischen Ursprungs ist, der historisch vor allem in der Parfümerie verwendet wurde.

Produktinformationen

  • Produkt: Baltischer Bernstein / Succinit
  • Herkunft: Yantarny, Region Kaliningrad
  • Material: fossiles Harz
  • Verwendung: zum Räuchern und Erwärmen
  • Inhalt: 40 g